Pest, die

Die P. wird durch das Bakterium yersinia pestis hervorgerufen. Dieses wird durch Flöhe (Xenopsylla cheopis) von Nagetieren (bes. der Hausratte Rattus rattus) auf den Menschen übertragen. Das Wort P. leitet sich vom lat. pestis (Seuche) ab. Der englische Begriff „plague“ für die P. leitet sich vom lat. Wort plaga und dem griech. Wort plege (Schicksalsschlag) ab. Es wird unterschieden zwischen der Beulen-, Lungen- und septischen Pest. Der Bazillus greift das menschliche Lymphsystem an, was zur Bildung der charakteristischen Beulen auf dem Körper des Infizierten führt. Wenn die Bazillen auch die Lunge befallen, spricht man von Lungenpest. Die tödlichste Form ist allerdings die septische P., die auftritt, wenn die Bakterien direkt in die Blutbahn gelangen. Es kommt zu inneren Blutungen und der Körper des Infizierten läuft schwarz an. Man vermutet, dass die Pest, die in der Antike und im Mittelalter teilweise bis zu einem Viertel der europäischen Bevölkerung ausrottete, ihren Ursprung in Asien hat. In der Vergangenheit wurden viele Epidemien unter der Bezeichnung P. zusammengefasst, dass es sich dabei tatsächlich immer um die Pest handelte, ist fraglich. Heute ist die Pest mit Antibiotika und einem Impfstoff bekämpfbar, sie tritt in Afrika, Osteuropa, Amerika und Asien nach wie vor auf.

Vgl. Dobson 2009

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